Folge 7: Wie wir als demokratische Gesellschaft mit Unsicherheit umgehen können
Shownotes
🎙️ **Talking Democracy | Zu Gast: Inge Paulini oder Wie wir als demokratische Gesellschaft mit Unsicherheit umgehen können
** Vertrauen in Demokratie entsteht nicht nur durch Sicherheit — sondern auch dadurch, dass wir gemeinsam lernen, mit Unsicherheit umzugehen. Dr. Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), bringt dafür einen ungewöhnlichen Blick mit: Sie arbeitet täglich mit dem, was wir nicht sehen können — und weiß deshalb besser als viele andere, wie Vertrauen entsteht oder verloren geht.
Ihr Weg durch Wissenschaft, Politik und Verwaltung hat sie eines gelehrt: Demokratische Gesellschaften brauchen keine perfekte Sicherheit — sondern Räume, in denen Menschen gemeinsam denken, abwägen und entscheiden können.
Was das konkret bedeutet? Bürgerwerkstätten, die Vertrauen messbar stärken. Wissenschaft, die rausgeht, statt zu warten. Und eine Haltung, die dem Gegenüber wirklich Zuhören nicht nur als Soft Skill versteht — sondern als demokratische Grundkompetenz.
🔗 Mehr zu Gast & Projekten: Dr. Inge Paulini: Wikipedia | BfS-Profil Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): bfs.de Leitbild des BfS: https://www.bfs.de/DE/bfs/wir/leitbild-aufgaben/leitbild.html KEMF – Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder: bfs.de/KEMF WBGU – Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltveränderungen: wbgu.de
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00:00:00: Es gibt kein Zurück.
00:00:01: Wir haben die Herausforderungen, die wir haben.
00:00:04: Wir können sie nur gemeinsam bewältigen?
00:00:06: Lasst uns doch mal anschauen was wir schon alles können!
00:00:09: Wir fangen ja gar nicht bei Null an... Wir können schon ganz viel und wir können das miteinander hinkriegen.
00:00:17: Und wie es genau wird, das schauen wir dann.
00:00:28: Ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Talking Democracy dem Podcast des Bürgernetzwerks.
00:00:34: Wir sprechen hier mit Menschen, die Demokratie nicht nur analysieren sondern sie aktiv mitgestalten in ganz unterschiedlichen Rollen.
00:00:42: Ich bin Hannah Büttner und ich freue mich die Gastgeberin der heutigen Folge zu sein und bin schon sehr gespannt denn unsere heutige Gast ist Dr.
00:00:51: Inge Paulini.
00:00:52: herzlich willkommen.
00:00:53: schön dass Sie dabei sind!
00:00:54: Danke für die Einladung.
00:00:55: schön das ich hier sein kann.
00:00:57: Ja,
00:00:57: Frau Polini.
00:00:58: Sie sind Toxikologin also beschäftigen sich mit Giftstoffen jetzt mal so allgemeinsprachlich hoffentlich richtig ausgedrückt und Ernährungswissenschaftlerin Und sie arbeiten seit Jahrzehnten auch an dieser Schnittstelle von Wissenschaft Politik Gesellschaft.
00:01:16: Wir werden uns das nachher nochmal anschauen was es ganz genau bedeutet.
00:01:20: Sie waren viele Jahre im Umweltbundesamt tätig und dann waren sie Generalsekretärin des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für globale Umweltveränderung.
00:01:29: Und heute sind die Präsidenten des Bundesamts für Strahlenschutz, wo sie mit viel mit unsichtbaren Risiken Katastrophen und Ähnlichem zu tun haben.
00:01:40: Uns interessiert heute auch weniger jetzt ihre Perspektive als Institution, sondern wirklich Ihre Erfahrung mit der Frage wie kann eine demokratische Gesellschaft mit Unsicherheit umgehen.
00:01:51: Wir leben ja in so einer Zeit wo politische technologische Entwicklungen immer komplexer werden und gleichzeitig zeigen viele Studien auch dass das Vertrauen in Politik im politischen Institutionen auch immer weniger wird.
00:02:05: Ich glaube, kaum jemand beschäftigt sich so viel mit der Frage von wie Gesellschaften eben mit unsichtbaren Risiken, mit Unsicherheit und mit komplexen Entscheidungen umgehen können.
00:02:16: Darum möchte ich Sie als allererstes gerne fragen zu Ihrer persönlichen Erfahrung also welche Erfahrungen dazu bringen sie mit?
00:02:23: Und was hat Sie geprägt Mit Blick auf das Thema Demokratie- und Umgang mit Unsicherung in komplexer Entscheidungen?
00:02:32: Ja spannende, spannende Fragen!
00:02:35: Sie hatten mich ja gefragt persönlich, wo komme ich her?
00:02:38: und vielleicht noch ganz kleine Informationen am Anfang.
00:02:42: Ich wurde nicht in Deutschland sondern in Rumänien geboren also in einem sozialistischen Land.
00:02:47: Und dann ist ja die Frage wenn man so einen Wechsel auch einer Gesellschaftsform, ich war erst zehn aber immerhin mitbekommt Auch im familiären Umfeld Dann ist es etwas was ich im Rückblick als sehr spannend und interessant Lebe für mich selber als Auswertung.
00:03:05: Weil das ja dann die Frage ist, was bringt Menschen dazu so einen Schritt zu gehen wie ein Land zu verlassen?
00:03:12: Also das ist jetzt nur eine Folie quasi, die dahinter liegt für mich persönlich.
00:03:17: Sie hatten gesagt, Toxikologie studiert habe ich Ernährungswissenschaft und Biologie promoviert.
00:03:23: Und habe aber dann ja lange Jahre im Umweltbundesamt genau zur toxikologischen Fragestellungen also was ist wie schädlich für die menschliche Gesundheit oder für die Umwelt gearbeitet?
00:03:36: Und habt da früh das ganz interessant gefunden dass wir die Fachleute aus ihrer jeweiligen Fachdenke kamen und dachten, ja also der Mensch und die Gesundheit ist das Allerwichtigste.
00:03:50: Und dann haben wir zusammengearbeitet mit Juristen, mit Ökonomen.
00:03:55: Die haben gesagt, dass muss man monetarisieren was es eigentlich wert?
00:04:00: Das sind Beispiele, die waren sehr eindrücklich für mich.
00:04:04: wie denken unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Disziplinen, unterschiedlich Teile der Gesellschaft?
00:04:12: Wie gehen Sie oft auch davon aus, dass das was sie gelernt haben oder einfach was sie mitbekommen haben als ihre eigene Position?
00:04:20: Als Ihre Denke, als das Gelernte.
00:04:23: Dass man das erstmal als richtig annimmt natürlich und als überzeugend.
00:04:28: Man hat jetzt wissenschaftlich oder menschlich wie auch immer gesunde Menschen verstanden Hat man etwas erarbeitet abgeleitet und denkt Das ist es Jetzt.
00:04:37: Und dann das ganz spannende sich zuzuhören, den anderen zu verstehen.
00:04:44: Ja, zu schauen wie erarbeitet man jetzt Lösungen in Fragestellungen die übergreifend sind und das ist glaube ich eine Antwort auf ihre Frage.
00:04:54: es gibt ganz viele.
00:04:56: also wie kann man Disziplinen nicht weisenübergreifend zusammenkommen?
00:05:04: Dann habe ich in einem, Sie hatten schon erwähnt weiteren Arbeitsleben Abschnitt beim Wissenschaftliche Beirat für globale Umweltveränderungen.
00:05:15: Haben wir sehr intensiv daran gearbeitet.
00:05:19: die Welt ist in schwierigen Phasen was damals Fokus war umwelt Klimaschutz ganz besonders.
00:05:28: wie kann man diesen Wandel in eine nachhaltige Klimaverträgliche Welt hinbekommen?
00:05:36: und auch da war feststellbar, es gibt verschiedene Disziplinen die sich bereichern.
00:05:43: Die sich befruchten.
00:05:44: also das war ja ein rein wissenschaftlicher Beirat oder ist immer noch aber es war eine reinwissenschaftliche Herangehensweise.
00:05:56: Interessantes und ich würde auch sagen nicht in der Breite immer gut eingeübtes miteinander arbeiten, miteinander Lösungen entwickeln.
00:06:10: Und der dritte Schritt hatten Sie auch schon erwähnt ist meine Arbeit beim Bundesamt für Strahlenschutz wo es ja um Strahlen aller Art geht, wo's auch darum geht Wie informieren wir, wie forschen wir?
00:06:24: Wie sorgen wir vor für alle möglichen?
00:06:27: Vielleicht kommen wir dann noch im Detail drauf.
00:06:29: Wie sorgen mir vor und wie interagieren wir da auch mit sowohl Politik als auch Gesellschaft?
00:06:36: Gab es einen Moment oder mehrere vielleicht auch wo Ihnen so klar wurde dass die eigentlichen Herausforderungen nicht die wissenschaftlichen sind sondern eben die gesellschaftlichen?
00:06:46: Ein moment kann ich gar nichts sagen.
00:06:48: Ich denke das hat sich nach entwickelt, dass wir sehr darauf angewiesen sind wie wir miteinander umgehen und das gilt für Politik.
00:07:02: Das gilt für Gesellschaft.
00:07:03: Das geht für Wissenschaften und diese Bereiche untereinander.
00:07:09: Und ich hatte schon gerade erwähnt dieses Zuhören aufeinander zu gehen sich öffnen für andere Sichtweisen.
00:07:18: Ich denke es ist ganz wesentlich.
00:07:22: Also sprich, mit welcher Haltung gehen die Beteiligten aufeinander zu?
00:07:28: Welche Haltungen haben sie für sich selber?
00:07:31: inwiefern kann man überhaupt zuhören?
00:07:34: als persönliche Eigenschaft will man zuhühren.
00:07:38: Inwiefern gibt man sich gegenseitig auch Feedback?
00:07:42: vielleicht also gibt es Prozesse zwischen Menschen, die vielleicht anders geplant werden, Fehler als Scheitern sehen, ist das überhaupt ein Thema?
00:07:55: Denn natürlich die Frage des Mitmachens will man Dinge gemeinsam gestalten.
00:08:03: Gemeinsam bewältigen?
00:08:05: und drunter liegt vertraut man sich also es ist ein Umgang mit auf Augenhöhe Es ist ein umgang von.
00:08:15: ich möchte auch andere beteiligen.
00:08:17: Ich sehe die gesellschaftlichen Probleme, den gesellschaftlichem Wandel als etwas an was nicht einige sei es in der Politik, in der Wissenschaft wo auch immer für sich ausarbeiten und sagen wie ich mache jetzt Anführungszeichen.
00:08:32: Die kann man nicht sehen wie es gehen muss Abführungs Zeichen sondern dass diese Gestaltung der gemeinsamen Zukunft etwas ist das man auch gemeinsam machen muss.
00:08:43: Wie schauen Sie auf die aktuelle Situation unserer demokratischen Gesellschaft.
00:08:49: Also so ganz direkt gefragt, na was ist los mit unserer Demokratie?
00:08:54: Wenn man sich anguckt es gibt eben viele Studien die eben auch Vertrauensverlust und so weiter auch belegen wie gucken sie da drauf?
00:09:01: und vielleicht wie erklären Sie sich das vor dem Hintergrund Ihrer Erfahrungen.
00:09:06: Ich habe nicht selber jetzt zu den Ursachen geforscht aber ich glaube die letzten Jahrzehnte zeigen, dass wir aus einer gefühlt vielleicht gerade in Deutschland friedlichere und ruhigeren Zeit in eine sehr deutlich beschleunigte Zeit gekommen sind.
00:09:26: Dass es mehr Krisen gibt, mehr Umbrüche... Wir reden in den letzten Jahren über dem demografischen Wandel.
00:09:34: also wie verändern wir überhaupt uns oder wie verändert sich?
00:09:39: unsere Altersstruktur, das hat ja wiederum Auswirkungen auf Bildung, Ausbildung, Arbeitsmarkt, Sozialsysteme und so weiter.
00:09:49: Die Globalisierung hatten wir in den letzten Jahrzehnten.
00:09:53: Wir sprechen mehr über Weltkatastrophen.
00:09:56: Wir haben gerade in den vergangenen Jahren mehr Kriege auch in unserer Nähe.
00:10:01: also es ist so viel und alles ist flankiert mit einer unglaublichen Beschleunigung.
00:10:09: Also wie schnell die Veränderung kommt, wie schnell Krisen, Katastrophen, Ahrtal, Klima und Corona.
00:10:18: Es waren ja so viele Sachen in den letzten Jahren, die man noch nicht eingeübt hatte.
00:10:23: Und sie kamen nicht alleine!
00:10:24: Sie kamen auch nicht so, dass man eins machen konnte, sich dem widmen, das irgendwie behandeln.
00:10:31: Dann hatte man wieder in Anführungszeichen Ruhe, sondern es kam alles zusammen.
00:10:38: flankiert noch durch Internet und Social Media.
00:10:42: Also diese sofort oder die vermeintliche Notwendigkeit sofort reagieren zu müssen, also die Dynamik, die sich dadurch da quasi noch draufgesetzt hat, die macht es ganz schwer und ja auf eine Art ist da Ruhe zum Nachdenken und miteinander aushandeln und gemeinsam überlegen.
00:11:06: Gefühlt oder wirklich?
00:11:07: Das kann ich gar nicht beurteilen, nicht mehr da.
00:11:10: Also diese Beschleunigung in ganz vielen Bereichen des Lebens.
00:11:15: So würde ich das mal sagen die dann zusammenkommt mit der digitalen Welt eigentlich.
00:11:21: Die sicherlich an sich noch eine ganze Menge Leute verunsacht hat weil auch so schnell gekommen ist, dass viele das nicht natürlich lernen oder arbeiten und erfahren konnten.
00:11:34: Wie man denn damit umgeht?
00:11:36: Da schließt sich eben die Frage dran wie eine demokratische Gesellschaft mit solchen Probleme lösen oder auch bearbeiten kann auf eine konstruktive vertrauensbildende Art und Weise.
00:11:48: Es kommt ja dann gerne auch sehr überspitzt ausgedrückt, der da manchmal zunehmend auch der Wunsch nach den starken Menschen Ein durch diese Krise für die Hoffnung.
00:12:02: Ich glaube aber, dass sie eine andere Haltung dazu haben wie eine Gesellschaft mit solchen komplexen Herausforderungen auch umgeht.
00:12:12: Was bräuchte es und wie kann dieses Vertrauen in die Problemlösungsfähigkeit wieder hergestellt werden oder gestärkt werden?
00:12:22: Erst antwort ich glaube, es braucht ganz viele und ganz viel.
00:12:25: Ich kann noch einen Schlag wie werfen auf die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung.
00:12:32: Wir haben eine Studie gemacht, welche Rolle spielt Vertrauen für die Risikobahnehmung von Rezipientinnen in verschiedenen Kommunikationskontexten?
00:12:41: Klingt jetzt kompliziert aber Wie sieht das mit dem Vertrauen aus?
00:12:45: Viele verschiedene Fragen wurden gestellt Und da war jetzt nur als schlaglicht einer Antwort dass rund zweiundvierzig Prozent der Befragten haben Wissenschaft und Forschung vertraut oder sogar voll- und ganzvertraut.
00:13:02: Und nur vierundzwanzig Prozent haben gesagt, wir vertrauen staatlichen Institutionen oder Voll- und Ganzstaatliche Institution.
00:13:10: Das heißt, wir haben hier ein Gap auf Neu-Deutsch also diesen Unterschied dass offenbar eine größere Menge in der Bevölkerung Wissenschaftlerinnen, Forschenden vertraut als staatlichen Institutionen und das kann man sollte man zur Kenntnis nehmen.
00:13:28: Das bedeutet ja auch inwiefern setzt man auf wissenschaftliche Expertise oder Meinungen in diesem?
00:13:37: wie gehen wir jetzt als Gesellschaft um mit der Jetztzeit?
00:13:40: Wie können wir uns gemeinsam weiterentwickeln?
00:13:43: Ich glaube, ein ganz wesentlicher Bereich ist Kommunikation.
00:13:48: Also wer kommuniziert wie über?
00:13:52: wo stehen wir gerade und wo möchten wir hin?
00:13:54: Und wie machen wir das gemeinsam?
00:13:57: Ich würde mal die Frage in den Raum werfen ob nicht vielleicht es gut sein könnte zumindest zu erwägen oder tatsächlich zu tun dass Politik ist ja ein großer Bereich mehr kommuniziert im Sinne von Was haben wir uns überlegt, wo wollen wir hin?
00:14:16: Was haben abgewogen und warum sind wir zu welchen Schlüssen gekommen.
00:14:21: Und was haben wir daraus gelernt?
00:14:23: Ich möchte jetzt nicht anderen Ratschläge geben die ich selber nicht beherzige als Bundesamt für Strahlenschutz.
00:14:30: Wir versuchen das zu tun also als Teil der Bundesverwaltung sind wir auch in Verpflichtung bei Steuergeld finanziert.
00:14:40: ums zu erklären Die Frage, wie können wir noch für uns im Alltag die Frage?
00:14:46: Wie können wir besser zeigen was wir tun.
00:14:51: Wie können we rausgehen mit welchen Formaten?
00:14:53: das ist natürlich die Internetseite Das sind auch Social Media Formate Veranstaltungen.
00:15:00: Und dahinter steht für uns immer die Frage, warum tun wir was wir tun?
00:15:04: Wir sind da und haben den Auftrag um die Gesundheit von Mensch und Umwelt zu schützen.
00:15:10: Wir haben den Antrag alle Bereiche letztlich im Strahlenschutz wo Gesundheitsgefährdungen auftreten können zu untersuchen und an der Politik zu empfehlen sollte da an den bestehenden Regelungen was geändert werden.
00:15:27: Unser Tut im Forschen, im Messen.
00:15:30: Im Auswerten, im Analysieren und dann auch tatsächlich informieren ist ganz wichtig kreist immer um diese Fragen wie können wir uns gut verständlich machen?
00:15:41: Wie können wir unsere Forschungsergebnisse auch so aufbereiten dass sie verständig sind auf der einen Seite und für andere gut nutzbar sind?
00:15:52: also das ist ein wesentlicher Teil denke ich.
00:15:56: Zumindest ist das für uns im Bundesamt für Strahlenschutz so.
00:15:59: Haben wir in mehreren Jahren, in mehrern Studien immer wieder diese Nachfrage gestellt, wem vertrauen diese?
00:16:06: abgefragt?
00:16:07: In einer Studie hat man ja dann ungefähr zweitausend Leute befragt repräsentativ.
00:16:11: Wem vertrauen die Leute?
00:16:13: Vertrauen sie der Regierung dem Bundesamt fürs Strahlengeschutz?
00:16:16: Wen kennen Sie überhaupt in diesem Bereich?
00:16:19: Also da haben wir schon einiges ausprobiert und versuchen uns gut voranzubewegen unsere Informationstätigkeit und dann natürlich auch in den Vertrauen, was wir da aufzubauen hoffen.
00:16:38: Kommunikation und Vertrauen das ist tatsächlich auch ein wichtiger Punkt, der auch Bürgerinnen und Bürger beschäftigt und auch diejenigen ihre Verantwortung tragen.
00:16:46: also wie schafft man vertrauen ohne eine falsche Sicherheit vorzutäuschen?
00:16:50: Vielleicht kann ich da auch noch mal ein Beispiel aus dem Strahlenschutz geben, wie wir aktiv kommunizieren.
00:16:57: Dass wir aus dem was passiert ist lernen.
00:17:00: also es gab in Deutschland vor Chernobyl das ja vor vierzig Jahren war schon einen System was Strahlung gemessen hat.
00:17:10: aber nach diesem wirklich sehr einschneidenden Unfall und dem Drama was sich abgespielt hat in Chernobyl hat die Bundesrepublik gelernt, man hat ein Bundesumweltministerium aufgebaut.
00:17:24: Man hat einen Bundesamt für Strahlenschutz eingebaut und man hat vor allem dann auch den radiologischen Notfallschutz, so nennen wir das alles quasi durchgeschaut.
00:17:34: wo stehen wir was brauchen wir?
00:17:36: Hat also aus einem Unfall damals und danach noch mal im Fukushima-Ausgleichs-Jahr-Jahre-Jagd geschaut wo sind wir eigentlich?
00:17:44: Also wo haben genug Daten, wenn ein Unfall passiert auf deutschem Boden oder außerhalb.
00:17:50: Kennen die Akteure sich?
00:17:52: Können sie gut zusammenarbeiten?
00:17:55: Ist das Regelungssystem gut aufgestellt?
00:17:57: ist der Strahlenschutz mit anderen Bereichen Katastrophenschutz oder Landwirtschaft?
00:18:04: oder welche Lebensmittel dürfen noch auf den Markt kommen?
00:18:07: und ganz viele andere Punkte haben wir geprüft erforscht und gut aufgestellt.
00:18:13: Und das bedeutet jetzt nicht, dass die Welt eine absolut sichere ist, sondern das bedeutet, wenn es Unfälle gibt in einem Kernkraftwerk – in Deutschland als sie noch liefen bei einem Gefahrstofftransport, bei welchen Szenarien auch immer Gedankenstrich, die wir uns vorher gut ausgearbeitet haben.
00:18:34: Gedankenstriche, dass wir da wissen wie wir reagieren sollen.
00:18:38: und das ist unsere Antwort auf.
00:18:40: sie hat mir nach Unsicherheit gefragt.
00:18:42: Antwort auf Unsicherkeit Wie kann man also quasi des Ausmaß der Unsicherheits soweit wie möglich reduzieren?
00:18:49: Man kann Unfälle nicht komplett ausschließen aber wie kann man das machen?
00:18:55: Und möglicherweise Kann man das in andere gesellschaftliche Bereiche übertragen.
00:19:02: Wir wissen ja häufig nicht, wie sich Dinge entwickeln aber wir können sagen, wir nehmen das mal so oder so an also verschiedene Szenarien ausarbeiten und dann auch in den Austausch gehen.
00:19:16: In die Kommunikation, in die Information aber vielleicht auch in dem Austauscht darüber zu gehen.
00:19:22: Wie wollen wir leben?
00:19:26: Haben wir unterschiedliche Vorstellungen?
00:19:29: Was müssen wir diskutieren, dass wir nicht in einem Bereich auf Kosten von etwas anderem Beschlüsse fassen?
00:19:40: Das ist für mich immer eine ganz wichtige Frage.
00:19:44: Wie kann man sicherstellen, dass man das drum herum mit bedacht hat?
00:19:49: Dass wir uns nicht in wissenschaftlichen ebenso wie politischen gesellschaftlichen Themen nicht in Quaridilos bewegen, sondern Wie reicht das Thema, dass wir gerade bearbeiten in andere Bereiche
00:20:04: rein?
00:20:10: Ich würde gerne – ich sage mal so die Perspektive als verantwortliche Institution.
00:20:15: So habe ich das gehört und jetzt würde ich gern mal sozusagen die Bürgerinnen und Bürger auch als aktive Akteure mit ins Bild bringen.
00:20:21: Und da würde ich gerne mal so in zwei Richtungen fragen.
00:20:23: Also zum einen, wie ist das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Bürgerinnen und Bürgern vielleicht auch geprägt?
00:20:28: Es gibt ja dann auch solche... Das haben Sie da beobachtet!
00:20:30: Ich habe glaube ich auch immer den Satz gelesen, dass sie sagten, Wissenschaft hat eine Bringeschuld gegenüber der Gesellschaft und gleichzeitig auch das ganze Thema.
00:20:38: die können Bürgerinnen und Bürger auch in Wissenschaft mit einbezogen werden, als aktive demokratische Akteure die sozusagen auch beitragen.
00:20:46: Wie sehen Sie die Rolle von Bürgerinnen oder Bürgern in diesem ganzen Prozess, von dem sie gesprochen haben?
00:20:51: Also im Umgang mit Unsicherheit finden von Lösungen, sprechen darüber wie wir leben wollen, wie wir mit diesen Risiken noch umgehen wollen.
00:20:59: Was ist die Rolle der Bürgerin und Bürgeren dabei?
00:21:01: Wir alle im Prinzip im demokratischen System haben eine Verantwortung, die wir auf verschiedene Art und Weise Wahrnehmepunkt oder auch wahrnehmen können.
00:21:13: Also wählen ist das eine.
00:21:15: und als direkte Antwort auf Ihre Frage, welche Beteiligungsmöglichkeiten gibt es sicherlich viele?
00:21:23: Bürgernetzwerke sind ja ein Teil.
00:21:26: Bürgerräte wurden diskutiert.
00:21:28: Es gibt sicherlich Möglichkeiten auch ehrenamtlich und nicht nur parteigebunden, sondern in vielen verschiedenen Bereichen sich zu beteiligen.
00:21:38: Eine Beteiligung an gesellschaftlicher Arbeit finde ich durchaus ein Beitrag zur Demokratie.
00:21:48: Ein Beitrag der Meinungsvielfalt, der Auseinandersetzung Gestaltung, weil die Gesellschaft als Ganzes und somit auch die Demokratie als ganzes sicher gemeinschaftlich entwickelt.
00:22:02: Das macht ja nicht eine Politik in Berlin oder Landeshauptstätten oder wo auch immer sondern das machen wir alle gemeinsam.
00:22:09: deswegen ist die Frage kann man so etwas befördern von der Politik?
00:22:16: Oder inwiefern muss man das gar nicht befördern?
00:22:20: und Menschen engagierte Menschen können sich selber zusammentun, sagen wir möchten bei uns vor Ort von Kita über Bildung, über Parks, über Umweltfragen.
00:22:34: Über ganz viele andere Fragen gemeinschaftlich sich betätigen.
00:22:38: und damit üben sie ja das was ich gerade schon gemeint hatte ein also zuhören und sich austauschen und auf eine gewisse Art ausprobieren wie es geht mit dem miteinander und mit dem Aushandeln.
00:22:55: Was ich wieder, wenn Sie mir erlauben zurückgehend in das Bundesamt für Strahlenschutz gerne erzählen möchte?
00:23:02: Wir haben einen Kompetenzzentrum für elektromagnetische Felder.
00:23:06: Da wird auch Forschung gemacht, da wird aber auch viel Kommunikation gemacht.
00:23:10: es geht um Fragen wie Mobilfunk Handys, Strommasten auch Mikrowelle also ganz viele verschiedene Phänomene von elektromagnetischen Feldern.
00:23:24: Wo immer wieder die Fragen aufkommen was bedeutet das für unsere Gesundheit?
00:23:28: Die menschliche Gesundheit und ein großer Teil der Arbeit in diesem Kämpf heißt das Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder.
00:23:37: da geht es darum um diesen Austausch mit Bürgerinnen Und das Kämpf hat Bürgerwerkstärken mit zufällig ausgewählten Teilnehmenden als Instrument der Risiko- und Wissenschaftskommunikation entwickelt.
00:23:54: Wir haben festgestellt, dass siebenundneinzig Prozent der Beteiligten an diesen Bürgerwerkstärkten sehr zufrieden waren mit dieser Bürgerwerkstaat.
00:24:05: Sie nahmen die Diskussionen Respektvoll oder sehr respektvoll war und ganz, ganz viele.
00:24:11: siebenundneunzig Prozent fanden die Vorträge, die unsere Expertinnen gehalten haben als sehr, sehr nützlich.
00:24:20: Also einmal schon bedeutet das in diesem Bereich wo wir das ausprobiert haben ist dass offenbar sehr gut angekommen.
00:24:29: Diese Bürgerwerkstätten dauern zwei Tage, sie sind strukturiert durch Expertenvorträge Gruppenarbeit und es war so dass vorher haben nur dreiundachtzig Prozent dem Bundesamt für Strahlenschutz großes Vertrauen entgegen gebracht und danach waren es vierundneunzig Prozent.
00:24:47: das heißt diese gemeinsame Zeit aus der Arbeit dass erklären, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse nahe bringen.
00:24:56: Aber auch der Austausch hat zu einer deutlichen Vertrauenssteigerung geführt und auch vier Monate später – also wir haben so ein vorher nachher Vergleich gemacht – ist das von sechzehn auf dreißig Prozent gestiegen?
00:25:14: Ein sehr großes Vertrauen.
00:25:16: Also das ist nachhaltig geblieben, so kann man das sagen Und das ist natürlich auch günstig, weil Teilnehmende an solchen Bürgerwerkstätten oder ähnlichen Formaten besprechen.
00:25:29: Sie fungieren ja als Multiplikatorinnen – davon gehen wir jedenfalls aus -, die nehmen das mit was sie gelernt haben und erfahren haben, was sie damit gemeinsam bearbeitet haben.
00:25:40: Dieses gegenseitige Verständnis transportiert sich sicherlich in andere Lebensbereiche, weil wir lernen daran und damit Also nochmal die Nachbefragungen, die zeigen einen nachhaltigen Wissenszuwachs und eine informierte Risikobewertung für sich selbst.
00:26:02: Diese Verfahren bieten große Vorteile eben im Austausch und in der Nachhaltigkeit auch der Ergebnisse.
00:26:10: aber man muss sagen sie sind aufwendig.
00:26:12: also die Frage ist natürlich wen Suche ich aus, wie suche ich die Menschen aus mit denen ich das mache wenn ich wirklich so quasi in eine Studie zentral plane.
00:26:24: Aber Ich denke es gibt sehr viele Formate und schön Wenn viele Leute ausprobieren.
00:26:32: Was wir auch noch machen, auch die Kolleginnen und Kollegen aus dem Kampf, die machen sogenannte aufsuchende Bürgerbeteiligung also das man jetzt nicht in diesem Netzwerkumfeld oder Werkstatt umfällt arbeitet sondern wirklich auf die Marktplätze geht, nicht nur in Großstädten, sondern auch im Kleinen aufmessen usw.
00:26:53: Und da auch vor Ort mit den Menschen unsere Themen aus dem Strahlenschutz diskutiert, sie informiert.
00:27:02: Aber auch wirklich schaut wo ist der Informationsstand?
00:27:06: Wo braucht es Informationen?
00:27:07: Wo bräuchte das Erklärung?
00:27:08: Wo brauchtes eine Erklärungen?
00:27:10: anders?
00:27:11: und immer die Frage ist es verständlich kann es überhaupt ankommen was wir als wissenschaftliche Experten Meinung also als wirklich fundiert bewertete Empfehlung rausgeben?
00:27:24: Ja, das klingt auch so ein bisschen nach dieser Unterscheidung.
00:27:27: Deine Demokratie ist die Bürger nur informiert – was ja auch schon wichtig ist transparent – aber eben auch eine Demokratie, die ihre Bürgerinnen und Bürger befähigt.
00:27:37: Unter dieser Überschrift würde ich mir das gerne nochmal anschauen mit Ihnen und schauen, was haben Sie dabei gelernt über die Bürgerinnen- und Bürger?
00:27:44: Vielleicht eines als was unterschätzen sie unter oder überschätzt man sich gegenseitig?
00:27:49: also was haben sie da so übereinander gelernt?
00:27:53: Es ist schwer darauf pauschal zu antworten.
00:27:55: Ich glaube, das Feld ist so weit und es gibt so viele verschiedene Menschen.
00:28:00: wir sehen ja nur einen Ausschnitt derjenigen die zu uns kommen, die uns schreiben, die im Internet auf zu unserer Internetseite Fragen stellen sie uns direkt Fragen stellen zu diversen Themen.
00:28:14: also das muss man immer vorausschicken dass das natürlich nur der Ausschnitt ist der sich aktiv schon mal zeigt.
00:28:22: Aber auch da kann man sehen, dass das ist sehr breit vom Verständnis her.
00:28:27: Es geht von vorgefertigten Meinungen in Einzelfällen wo man den Eindruck hat, da ist keine offene Frage sondern eine geschlossene Frage also eine Kritik an unserer Empfehlung.
00:28:41: wie gesagt in Einselfellen bis zu... Oh!
00:28:46: Das ist so gut Ihr mir das erklärt habt und jetzt verstehe ich das.
00:28:51: Und jetzt bin ich informiert oder bin beruhigt, oder jetzt weiß ich wie ich mich verhalten soll oder mich selber schützen kann?
00:28:58: Also das ist wirklich eine sehr breite Spanne.
00:29:01: Wie ist es mit vielleicht einem Machtgefälle auch zwischen Expertinnen und BürgerInnen?
00:29:07: Die Frage, wie kommt man hier auf einen gemeinsamen Augenhöhe heißt ja immer so gerne aber wie kommt?
00:29:14: Wir versuchen rein technisch, dass das was wir als Informationsmaterial letztendlich in welcher Form auch immer herausgeben.
00:29:23: Dass wir damit mehreren Augen drüber schauen und dass wir wirklich zumindest versuchen, ja das müssen andere beurteilen ob es gelungen ist sehr verständlich zu schreiben und nicht wenn's nicht für die wissenschaftliche Diskussion nötig ist sondern wenn der jetzt über die Bürgerkommunikation sprechen komplizierte Sachverhalte einfach und möglichst verständlich beschreibt.
00:29:49: Das ist oft auch eine Kunst für sich, das braucht auch Zusammenarbeit von mehreren verschiedenen, also den wirklich tiefwissenschaftlichen Bereichen und den Menschen im Bundesamt für Strahlenschutz.
00:30:02: aber ich würde sagen in der Welt auch die das dann nochmal durchlesen und sagen Ich glaube anders wäre es leichter verständlicher oder nicht in Sprache, sondern mit einem Bild oder mit nem Video.
00:30:13: Oder das kann ja auch sein dass man andere Formate auswählt um Informationen zu transportieren.
00:30:20: Da geht es hier um die Verständlichkeit und das andere ist also eher so die Frage irgendwie weite ich mich als Bürgerin auch sozusagen Trauer auch jetzt direkt im Angesichts eines sehr erfahrenen Wissenschaftlers, Wissenschaftlerinnen zu widersprechen sozusagen auch wirklich das Gespräch, den direkten Dialog zu suchen.
00:30:36: Wir haben ja auch eingangs darüber gesprochen Austauschformat oder wie kann man auch gegenseitig zuhören offen sein für die für das was der oder die andere eben auch mitbringt.
00:30:48: und da An der Stelle wollte ich nochmal genau nachfragen, was da Ihre Erfahrungen sind.
00:30:53: Oder Beobachtung oder vielleicht wo Sie sagen das ist so eine Art, wo uns das gut gelungen ist ja auch wirklich zu diesem direkten Dialog zwischen Bürgerinnen und Experten anwesenden ExpertInnen auch zu gestalten.
00:31:07: Wir machen ganz viele verschiedene Veranstaltungen also wissenschaftliche aber auch mit BürgerInnen Beteiligung.
00:31:17: Ich kann da jetzt nicht eine herausgraben, die ist besonders gut.
00:31:19: Aber wir haben eine sehr... ich hatte schon von der aufsuchenden Informationsarbeit gesprochen.
00:31:25: also wir gehen wirklich ganz bewusst dorthin.
00:31:28: Wir warten nicht dass die Leute so uns kommen sondern wir gehen zu den Bürgerinnen ins Land und haben da sehr viel Feedback bekommen das es gut ist, dass es verständlich ist, des Menschen sich freuen darüber, dass sie Informationen bekommen.
00:31:44: Und ich bin überzeugt, dass das nur dann wirklich der Fall ist wenn unsere KollegInnen dort dieses auf Augenhöhe praktizieren.
00:31:55: Also dass man wirklich schaut wie kann man die Frage überhaupt verstehen die gestellt wird oder des Anliegen überhaupt verstehen und das dann auch wirklich beantworten.
00:32:06: Das bedeutet natürlich Frage Antwort macht, sondern habe ich Ihre Frage richtig verstanden.
00:32:12: Also nochmal da reingeht und nachfasst damit man sicherstellt.
00:32:19: Und wenn wir jetzt ein bisschen die Ebenen wechseln, dann kann man ja sagen wie macht man das generell?
00:32:23: Wie schaut man bei sich selber rein?
00:32:27: was für eine Haltung hab ich eigentlich?
00:32:28: Wie gehe ich dahin?
00:32:29: also möchte ich jetzt einfach senden, sende meine Botschaft senden oder ist meine Haltung?
00:32:37: Ich möchte verstanden werden.
00:32:39: Ich möchte, dass unsere Empfehlungen ankommen und das wiederum hat oder ja doch hat auch mit Selbstreflektion zu tun und Arbeit an sich selber.
00:32:53: also wie gehe ich dahin?
00:32:54: Wie ehrlich bin ich mir selber gegenüber?
00:32:58: Das gilt auch für andere Bereiche.
00:33:00: aber also generell im Leben Aber auch in dieser Arbeit auch im professionellen Umfeld finde ich es wichtig dass man sich selber fragt und das auch thematisiert, wie gehen wir eigentlich ran?
00:33:12: Wie können wir uns selbst hinterfragen vielleicht im Team in der Arbeit hinterfragend.
00:33:18: Was ist unsere Haltung eigentlich?
00:33:21: Wie könnten wir uns immer wieder hinterfragen?
00:33:23: Wir als Bundesamt leben von Steuergeldern.
00:33:26: Wir müssen auch sagen warum wir tun was wir tun dass wir also für den Gesundheitsschutz beauftragt sind, dass wir dafür eingerichtet wurden und wir müssen auch abwägen.
00:33:39: Wir haben viel mehr Ideen in der Wissenschaft was wir jetzt forschen könnten, was wir alles bearbeiten können.
00:33:44: Also da müssen wir für uns selber klar machen und das dann kommunizieren warum haben wir von den offenen Forschungsfragen gerade diese bearbeitet?
00:33:54: Das ist eine Grundlage Introspektion, sage ich mal.
00:33:59: Wo bin ich?
00:34:00: Wo stehe ich und wie machen wir uns selber in einem Amt?
00:34:05: Aber ich denke das gilt für jede Institution glaubwürdig.
00:34:08: Wie kriegen wir unsere eigene Haltung klar?
00:34:10: Wie bekommen wir unsere Positionierung jeden gegenüber eigentlich klar?
00:34:17: Das gilt ja nicht nur für Bürgerinnen sondern auch für Wissenschaft, für Wirtschaft, für Politik.
00:34:25: alle Bereiche der Gesellschaft.
00:34:27: Und das wiederum kann man, glaube ich auch übertragen für alle anderen.
00:34:31: Also da muss ja nicht immer ein Amt mit am Tisch sitzen sondern ich finde so diese grundsätzliche Rangweise also meine Haltung, meine Transparenz, meine Offenheit an den zuzuhören.
00:34:45: Also mich selbst erklären und dann zuhören andere Meinungen gelten lassen.
00:34:50: Das find' ich ganz wichtig!
00:34:55: Wie kriegt man jetzt eine gemeinsame Lösung, wenn das gerade das
00:34:59: Thema ist?
00:35:06: Nach vorne geschaut.
00:35:07: Auch durchaus auch nochmal so angesichts der vielen Herausforderungen und zunehmender Unsicherheit was ihnen Zuversicht gibt dass wir als demokratische Gesellschaft diese Herausforderung auch gemeinsam bewältigen können.
00:35:20: Ich bin da halt durch und durch zuversichtlicher Mensch.
00:35:22: ich glaube dass wir gar keine andere Wahl haben dass die Welt sich weiter dreht, dass sie weltlich immer nach vorne entwickelt und wir wissen nicht wohin.
00:35:31: es gibt kein zurück.
00:35:32: Es gibt ja oft dieses.
00:35:33: früher war das und wenn es wieder so wäre wie früher jetzt gibt es nicht Punkt und darüber müssen wir reden.
00:35:39: Das ist ein Zurück.
00:35:40: nicht gibt in einen wie auch immer schönen wunderbaren Zustand sondern Die Welt dreht sich nach vorne Und Wir können Sie nur in einen unsicheren Bereich hinein.
00:35:53: Die Zukunft kennen wir ja noch nicht, entwickeln und können sie aber dabei auch gestalten.
00:35:58: also ich finde die erste wesentliche Aussage ist es gibt kein zurück.
00:36:03: Wir haben die Herausforderungen die wir haben wir können Sie nur gemeinsam bewältigen.
00:36:08: Und lasst uns doch mal anschauen was wir schon alles können.
00:36:12: Wir haben noch so ein Labor im Bundesamt für Strahlenschutz.
00:36:15: Das ist das Führungskräfte-Treffen, wo wir also alle uns zweimal im Jahr treffen mit allen Führungskräften, wo es genau darum geht wie kann man die Menschen bei uns in unsicheren Zeiten?
00:36:26: Wir müssen jetzt Stellen einsparen.
00:36:28: Es gibt große Veränderungen.
00:36:30: Wir müssen uns digitalisieren und effizienter werden.
00:36:34: Das gilt für die ganze Bundesverwaltung.
00:36:36: Insgesamt gibt es ganz viele Veränderungen.
00:36:38: Also wo man hinkommt, gibt es Veränderung.
00:36:40: und dann ist die Frage wie können wir das bewältigen?
00:36:44: Wir sind auf dem guten Weg das zu bewältigend in dem wir uns treffen indem wir uns dazu austauschen, indem wir voneinander lernen, wie die Teams im Einzelnen das tun, indem wirklich miteinander weiterentwickeln.
00:37:07: Das war jetzt ein kleiner Ausschnitt, wieder ein Teil, ein Netzwerk aus dem Bundesamt für Strahlenschutz.
00:37:14: aber das finde ich ganz wichtig dass wir dann auch schauen gucken mal was wir auch schon alles bewältigt haben, auch als Gesellschaft.
00:37:22: Als Katastrophe!
00:37:23: Als Krise!
00:37:25: Was haben wir an Aufbauleistung nach dem Krieg?
00:37:28: Oder was haben wir nach dem Hochwasser?
00:37:30: oder was haben weh nach der Epidemie also Corona?
00:37:35: Und es gibt so viele andere Beispiele...was haben wir schon
00:37:38: geschafft?!
00:37:39: Wo sind wir wirklich schon?
00:37:41: Katastrophen oder Krisen oder Resilienzfähig.
00:37:45: Und das finde ich ganz wichtig, sich dazu auszutauschen und zu sagen Wir fangen ja gar nicht bei Null an!
00:37:50: Wir können schon ganz viel und in vielen Bereichen unserer Gesellschaft zum radiologischen Notfallschutz hat Ich gerade schon gesagt wie wir uns da aufstellen und wie wir immer weiter uns schärfen und verbessern und anpassen.
00:38:04: Das gilt für viele andere Bereiche auch.
00:38:06: also Wirklich die Zuversicht, wir können das miteinander hinkriegen und wie es genau wird.
00:38:14: Das schauen wir dann und ich finde dass ist was Schönes was man miteinander machen kann.
00:38:19: Vielen Dank.
00:38:20: Sie haben uns Modell mitgegeben und auch noch mal eine Haltung, die auch hilft.
00:38:25: also dieses Sicht daran erinnern was wir schon alles können das ist glaube ich auch eine hervorragende Zutat, die wir alle brauchen.
00:38:32: ja liebe Frau Dr.
00:38:33: Paulini ganz herzlichen Dank für das Gesprächs hat mir große Freude gemacht.
00:38:37: sie haben gezeigt dass demokratische Gesellschaft nicht daran scheitern dass Unsicherheit existiert sondern wie wir damit umgehen.
00:38:46: Und dazu gibt es eine ganze Menge auch an Stärken, die wir schon haben.
00:38:51: Und ja vielleicht ist genau das die entscheidende Aufgabe unserer Zeit eben nicht die perfekte Sicherheit zu erzeugen sondern Vertrauen Beteiligung und gemeinsame Handlungsfähigkeit.
00:39:01: Ja liebe Hörerinnen und Hörern vielen herzlichen Dank!
00:39:04: Vielen dank Frau Polini dass sie dabei waren.
00:39:06: Danke Ihnen!
00:39:07: Liebe Höreren und Höhrer auch vielen Dank dass Sie dabei waren ihr dabei wart für Interesse Sie und ihr mehr über die Themen heute erfahren wollt.
00:39:16: Wir tun links und weiterführende Infos auch wieder in die Schaunauts hier zufügen.
00:39:20: Wer selbst aktiv werden möchte, gerne auf der Website vorbeischauen Und wir freuen uns über jeden und jede, die mitmacht.
00:39:27: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal bei Talking Democracy.
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